Früher
war alles besser! Zumindest konnte man bis in die 1960er Jahre viel
mehr Frauen in sorbischer Tracht sehen als Anfang des 21. Jahrhunderts
und sofort erkennen, aus welcher Ecke der Lausitz sie stammten. Heute
muss man sich richtig anstrengen, um einen Blick darauf im Alltag zu
erhaschen. Bei besonderen Festen oder Bräuchen ist das etwas einfacher.
Dann ziehen sich auch gern die Mädchen und jüngeren Frauen diese
sorbische Festtagstracht an. Einfach wird es auch, wenn Sie sich unsere
Bücher zu sorbischen Trachten kaufen – hier erfahren Sie in Bild und
Text alles, was Sie schon immer zu diesem Thema wissen wollten.
Der christliche Glaube ist für die katholischen Sorben ein wichtiger
Bestandteil des Lebens. Dies ist äußerlich erkennbar an unzähligen
Kreuzen und Betsäulen an Wegen und in Vorgärten. Besonders sichtbar ist
dies aber an den Menschen selbst, wenn sie Ostern als Osterreiter die
Frohe Botschaft verkünden, als Wallfahrer in den Gnadenort Rosenthal
pilgern oder an Fronleichnam in Prozessionen durch das Dorf ziehen. Mit
dem vorliegenden Bildband begeben sich die Leser gemeinsam mit Matthias
Bulang in diese malerische Gegend. Seine Fotografien zeugen von einem
lebendigen Glauben, der sich in Bräuchen und Sitten, aber auch im
täglichen Leben zeigt, wenn sich die Gläubigen mit dem Gesangbuch in der
Hand zur Kirche begeben oder sich liebevoll um die Gräber ihrer
verstorbenen Angehörigen kümmern. Begleitet werden die Bilder von Texten
Gerhard Werners, der seine Heimat und sein Volk betrachtend bemerkt:
„Ich mag dieses Sorbenland und seine Leute. Hier bin ich daheim. Das ist
für mich ein Stück Himmel auf Erden.“
Die Monografie stellt die niedersorbischen Trachten vor, zu denen auch
die bekannte Spreewälder Tracht gehört. Die Ausgabe gehört zum
4-bändigen Trachtenatlas, der vom Sorbischen Institut in Bautzen
erarbeitet wurde.Grundlage für diesen Teil über die niedersorbischen
Trachten ist die schon 1964 herausgegebene Auflage, die der Maler und
Volkskundler Martin Nowak-Neumann erarbeitet hat und für die die
Volkskundlerin Helga Graupner das Trachten-Material gesammelt hat.
Die Drawehnopolaben des Hannoverschen Wendlandes haben neben den
Lausitzer Sorben/Wenden am längsten von allen slawischen Stämmen
zwischen Ostsee und Mittelgebirge ihre Sprache und Kultur bewahren
können, obwohl sie am weitesten westlich siedelten. Für die Bewohner des
Landkreises Lüchow-Dannenberg sind heute sechs Regionen, darunter der
Drawehn und Lemgow, »echt wendländisch«, da dort die letzten
Trachtenträgerinnen lebten. Mit jener Tracht begann sich der Autor
bereits vor 50 Jahren zu beschäftigen und die Ergebnisse seiner
langjährigen Forschungen finden sich in dieser Monografie.
Diese wundervolle und sehr
umfangreiche Broschüre beschäftigt sich mit der Schleifer Kindertracht.
Die einzelnen Trachtenteile werden detailiert vorgestellt und auf
zahlreichen Fotos gezeigt. Anschließend folgen Fotos und Erklärungen zum
richtigen Ankleiden.
Mit der Herausgabe dieser Broschüre stellt der Verein Kólesko e.V
eine Anleitung zur Verfügung, die vor allem Eltern und Erziehern
Unsicherheiten und Scheu beim Ankleiden von Kindern nehmen soll.
Der 1. Teil der
vorliegenden Trachtenbuchreihe mit dem Titel „Gładźarnica‟ (Die
Ankleidefrau) beschäftigt sich mit der Tracht der Christkinder
(dźěćetka) des Kirchspiels Schleife. Das Buch enthält eine detaillierte
Anleitung zur Anfertigung der Trachtenteile, wobei die Arbeitsschritte
auf zahlreichen Fotos gezeigt werden. Anschließend folgen Fotos und
Erklärungen zum schrittweisen Ankleiden des jeweiligen Christkindes.
Daneben beinhaltet das Buch auch Wissenswertes zu Geschichte und
Aberglaube des vorweihnachtlichen sorbischen Dźěćetko-Brauches sowie
historische Fotos.
In Deutsch und Schleifer Sorbisch.
Der 2. Teil der
Trachtenbuchreihe widmet sich ausschließlich den verschiedenen
Kirchgangs- und Trauertrachten des Kirchspiels Schleife. Das Buch
enthält eine detaillierte Beschreibung der für die Kirchgangstrachten
notwendigen Trachtenteile. Außerdem eine mit vielen Fotos anschaulich
dargestellte Ankleideanleitung der Trachtenvarianten, die im Kirchenjahr
getragen wurden.
Das Buch gliedert sich in folgende Abschnitte: • Advents- und
Passionszeit • Weihnachtsfeiertag und Ostersonntag • Einfacher
Gottesdienst (ohne Abendmahl) • Pfingstsonntag • Abendmahlsgottesdienste
• Gottesdienst zur Konfirmandenprüfung, Konfirmation • Trauertrachten •
Kinder und Kirche • Singen der Mädchen im Kirchenjahr • Männer und
Kirche
In Deutsch und Schleifer Sorbisch.Jedes der Kapitel
wurde in die drei wichtigsten Zeitabschnitte (bis 1918, ab 1918 bis
1935, ab 1935) unterteilt, in denen es Veränderungen bei den Trachten
und den Ankleideordnungen gab. Das Buch enthält neben einem Abriss zur
historischen Entwicklungsgeschichte der Kirchgangstrachten auch
Wissenswertes über Sitten und Aberglaube im Kirchspiel Schleife, die
sich um Tod und Begräbnis ranken.
Anhand einer umfangreichen
Fotosammlung, vorhandener Aufzeichnungen und eigenen Recherchen
erarbeitete Elvira Hantscho den 3. Teil der Trachtenbuchreihe
Gładźarnica. Alle Varianten der Schleifer Tracht, die während des
Hochzeitfestes getragen wurden, werden in all ihren Facetten in
gewohnter Art und Weise erläutert und mit zahlreichen Fotos anschaulich
dargestellt.
Das Buch gliedert sich in folgende Hauptabschnitte: • Einleitung
(Sitten und Aberglaube rund um die Hochzeit, Die Hochzeitsmusikanten,
Die Schleifer Musikantenschule, Die letzten authentischen Schleifer
Volksmusikanten) • Standesamtliche Trauung • „Ehrbare‟ Hochzeit •
„Unehrbare‟ Hochzeit • „Ehrbare‟ Junge Hochzeit • „Unehrbare‟ Junge
Hochzeit.
Jedes dieser Kapitel widmet sich den verschiedenen Spezifikationen
der Tracht (Braut, Bräutigam, Hochzeitsbitter, Brautjungfern usw.) und
wurde, wie im Teil 2, in die drei wichtigsten Zeitabschnitte (bis 1918,
ab 1918 bis 1935, ab 1935) unterteilt, in denen es Veränderungen bei den
Trachten und den Ankleideordnungen gab.
In Deutsch und Schleifer Sorbisch
Das Buch enthält neben einer umfassenden Darstellung
zur historischen Entwicklung der Festtags- und Alltagstrachten eine
umfangreiche Erläuterung zum Ablauf des Hochzeitfestes (Verlobung,
Werbung, Trauung, Hochzeitsmahl, Hochzeitstanz, Junge Hochzeit) einen
Abriss über Sitten und Aberglauben im Kirchspiel Schleife, die sich um
dieses hohe Fest ranken.
Ergänzt wird das Trachtenbuch mit einer kleinen Wortsammlung (Deutsch -
Schleifer Sorbisch) mit regionaltypischen Begriffen zum bearbeiteten
Thema.
Wie im 1. und 2. Teil erfolgt nach einer detaillierten Aufstellung der
notwendigen Trachtenteile eine umfangreiche Beschreibung des Ankleidens
der verschiedenen Trachtenvarianten. Diese wird mit einer Vielzahl von
Fotos und Texten anschaulich dokumentiert und erläutert.
Was hat es mit der Kleinen und Großen Taufe auf sich? Wie schützt
man das Neugeborene vor dem „bösen
Blick‟? Was ist ein
Wechselbalg und welche Trachtenvarianten wurden zur Taufe getragen?
Mit all diesen Fragen beschäftigt sich der 4. Teil der
Trachtenbuchreihe rund um die Taufe im Kirchspiel Schleife.
In Deutsch und Schleifer
Sorbisch.
Das
sorbische/wendische Leben im Landkreis Dahme-Spreewald (niedersorbisch:
Wokrejs Dubja-Błota) ist reich an Traditionen und Bräuchen. Bis in die
heutige Zeit bewahrten sich die Sorben/Wenden ihre eigene Sprache,
Kultur und Identität. Sie bereichern und prägen mit der Pflege
zahlreicher Traditionen und Bräuche auf vielfältige Weise die Region,
die sich mitten im UNESCO Biosphärenreservat Spreewald befindet. Zum
reizvollen Erscheinungsbild gehören die sorbischen/wendischen Trachten,
die vielerorts zu besonderen Anlässen getragen werden. Dieser Band
bietet einen Überblick zur sorbischen/wendischen Geschichte, zur
Entwicklung der Bräuche und Trachten sowie zu den Menschen, die sich mit
ihrer Heimat, der Kultur und der Sprache der Sorben/Wenden im Landkreis
Dahme-Spreewald verbunden fühlen. Er dokumentiert das Wirken vieler
engagierter Menschen, nicht nur von Sorben/Wenden, und zeigt auch Wege
auf, wie Tradition und Sprache erhalten werden können.
Mit über 450 z. T. unveröffentlichten Fotografien, Karten und Abbildungen.
Ob Kindergärtnerin, Köchin, Gastwirtin, Heimbürgin – Frauen in Tracht
gehörten jahrzehntelang zum Erscheinungsbild der Lausitz. Doch nur noch
wenige tragen sie täglich. Der sorbische Fotograf Maćij Bulank hat sie
seit 25 Jahren in vertrauter Umgebung fotografiert – zu Hause, auf dem
Feld, bei der Arbeit, im Altersheim. Es entstanden berührende
Momentaufnahmen einfacher und doch selbstbewusster Frauen.Was aber
ist Tracht? Ist es nur eine Bekleidung, wie die Übersetzung der
sorbischen Bezeichnung „drasta“ lautet? Die Dichterin Róža Domašcyna
beschreibt lakonisch, nahezu skizzenhaft und dennoch sehr emotional
einen Mikrokosmos, der zu vergehen droht und der dem Leser deshalb umso
eindringlicher die immerwährenden Sinnfragen des Lebens stellt.Das
Buch enthält eine DVD, auf der Róža Domašcyna ihren deutschen und
sorbischen Text zu den Fotografien von Maćij Bulank und zur Musik des
sorbischen Komponisten Měrćin Weclich liest. Den Text gibt es in sechs
weiteren Hörfassungen: Niedersorbisch, Englisch, Französisch,
Tschechisch, Slowakisch und Polnisch.»Die Fotografien von
Maćij Bulank entstanden zum Teil vor einem Vierteljahrhundert; schon
damals waren viele, viele der Porträtierten jenseits der Achtzig. Sie
sind – gegangen – ... und mit ihnen die Tracht im Alltag. Umso
wertvoller ist dieser Band.« Uwe Jordan, Sächsische ZeitungBluń 1987 Bluno
Zajim staršich, dźědow a wowkow a kubłarjow, ale tež turistow a
zwonka Łužicy bydlacych na woblubowanym łužiskim nałožku njeje so přez
lětstotki zhubił. Kak pak je nałožk scyła nastał? Čehodla stejitej runje
sroka a hawron w srjedźišću? Kotre spěwy so spěwaja abo kak paslimy sej
pysk a křidlešce?
„Kóžde lěto wjesele ptači kwas nam přinjese“,
tak zaklinči kóždolětnje 25. januara po wšej dwurěčnej Łužicy, hdyž
zawdataj sej sroka a hawron ruce. Ptački kwasuja a dźěći w pěstowarnjach
a šulach swjeća z nimi.
Zajim staršich, dźědow a wowkow a kubłarjow, ale tež turistow a zwonka
Łužicy bydlacych na woblubowanym łužiskim nałožku njeje so přez
lětstotki zhubił. Kak pak je nałožk scyła nastał? Čehodla stejitej runje
sroka a hawron w srjedźišću? Kotre spěwy so spěwaja abo kak paslimy sej
pysk a křidlešce? Na tute a dalše prašenja kołowokoło přihotow a
pěstowanja nałožka doma abo w pěstowarni kaž tež šuli da awtorka
kompetetnje a zrozumliwje wotmołwu. Nastała je praktiska přiručka z
paslenskimi a pječenskimi pokiwami, kotraž stwori mosćik mjez
tradicionalnym daledaćom a dźesnišim pěstowanjom nałožka.
Trachten sind in den deutsch- und sorbischsprachigen Regionen seit jeher
fester Bestandteil der Volkskultur. In der Gegenwart hat sich jedoch
ein Bedeutungswandel vollzogen. Während die Tracht als Alltagskleidung
fast völlig verschwunden ist, nimmt das Tragen von Trachten zu
besonderen Anlässen und zu Präsentationszwecken zu.Dieser Band
enthält die Beiträge einer gemeinsamen Tagung des Sorbischen Instituts
und der volkskundlichen Landesstellen der Deutschen Gesellschaft für
Volkskunde vom März 2007. Die Autoren beschäftigen sich u. a. mit
Fragen, wie Trachten heute präsentiert werden, wie in ihnen das
„Vergangene“ in die „Gegenwart“ getragen und wie der Wandel von ehemals
alltagskulturellen Erscheinungen zum heutigen Kulturerbe reflektiert
wird.
Wie ist der Brauch entstanden und welche Lieder singt man mit den
„kleinen Vögeln“? Wie erfreut man die Vögel im Winter oder wie bastelt
man einen Schnabel, Flügel und festliche Dekorationen? Auf all diese und
viele andere Fragen rund um das Gestalten und Feiern der Vogelhochzeit
zu Hause oder in Kindereinrichtungen gibt die Volkskundlerin Gisela Bruk
kompetent und ausführlich Antwort.
Wenn am 25. Januar Kinder als Vögel verkleidet
und in einen Hochzeitszug gereiht in den Dörfern und Städten der Lausitz
unterwegs sind, so weiß ein jeder Alteingesessene – gefeiert wird das
traditionelle Fest der Vogelhochzeit.
Das Interesse vieler Eltern, Großeltern und Pädagogen, aber auch
Zugezogener und Touristen an dem ungewöhnlichen lausitzer Brauch ist
Jahr für Jahr ungebrochen. Was hat es mit der „sroka“ (Elster) und dem
„hawron“ (Saatkrähe) als Hochzeitspaar auf sich? Wie ist der Brauch
entstanden und welche Lieder singt man mit den „kleinen Vögeln“? Wie
erfreut man die Vögel im Winter oder wie bastelt man einen Schnabel,
Flügel und festliche Dekorationen? Auf all diese und viele andere Fragen
rund um das Gestalten und Feiern der Vogelhochzeit zu Hause oder in
Kindereinrichtungen gibt die Volkskundlerin Gisela Bruk kompetent und
ausführlich Antwort. Entstanden ist eine praktische Handreichung für Alt
und Jung, die eine Brücke der Erinnerung und Weiterpflege des Brauches
im Familien- und Freundeskreis entstehen lässt.